Die Geschichte der Johanniskirche

Entstehung

Es ist jetzt fast 100 Jahre her, dass in Mannheim ein Architektenwettbewerb für den Bau der Johanniskirche ausgeschrieben wurde. Die Konzeption von Curjel und Moser mit Kirche, Konfirmandensaal und Pfarrhaus in der Windeckstraße 1 wurde verwirklicht. Auffällig an der Kirche, die aus ursprünglich hellem Pfälzer Sandstein gebaut wurde, ist das Relief über dem Eingangsportal: es zeigt den Evangelisten Johannes, den Namenspatron der Kirche, mit seinem Wappentier, dem Adler. Das Relief wurde von Professor Dietsche aus Karlsruhe im Jugendstil gestaltet. In gleicher Art war auch das Kircheninnere ausgestattet, so zum Beispiel die Glasfenster und der Kronleuchter. Am 30. September hatten die Erdarbeiten begonnen, am 22. Juni 1902 war die Grundsteinlegung, am 20. August 1903 läutete zum ersten Mal die große Betglocke zur Probe vom Turm. Einweihung der Johanniskirche war mit einem Festgottesdienst am 29. Mai 1904.

Zerstörung und Wiederaufbau

In den Bombennächten des zweiten Weltkrieges wurde die Kirche fast völlig zerstört. Nur die Fassade blieb stehen. Nach dem Krieg wurden unter der Leitung des damaligen Kirchenältesten und Architekten M. Schmechel die  Kirche und das Gemeindezentrum in neuem Stil wieder aufgebaut und 1955 eingeweiht. Anstelle der mit Kacheln ausgestatteten Kanzelwand erhebt sich nun über dem schlichten Altar das Bild des gekreuzigten Christus, das Professor Heinlein aus einem alten, von Bombensplittern durchdrungenen Weidenstamm vom Waldpark gemeißelt hatte. Die Kunstschule Rödel gestaltete die Paramente für Altar und Kanzel.